Große Ereignisse werfen ihre Schatten (Blumen) voraus..

Hallo ihr Lieben! 

Die Sonne strahlt durch das Fenster und ermahnt mich freundlich, doch mal dasselbige zu putzen.. Später! Jetzt möchte ich euch erst einmal eine kleine Anleitung zeigen, die ich letzte Woche erstellt habe. 

Bald wird mein Schwager heiraten und ich habe die große Ehre, die Hochzeitstorte machen zu dürfen. Nachdem jetzt feststeht, wie die Torte aussehen soll, bin ich fleißig am Blümchen ausstechen, bearbeiten und trocknen lassen. Ich bin immer wieder fasziniert, mit welch einfachen Mitteln sogar so grobmotorische Menschen wie ich ein kleines Blümchen hinbekommen und das dann auch noch hübsch aussieht. 

Ich zeige euch also jetzt, wie ich eine Margerite aus Blütenpaste herstelle. 

Ihr braucht dazu: 
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natürlich Blütenpaste in der gewünschten Farbe – ich hab weiße genommen
ein Gerät zum Ausrollen – bisher konnte ich mich noch nicht dazu durchringen, einen Silikon-Ausrollstab zu kaufen und benutze daher immer das gute alte Nudelholz. Funktioniert auch. 
ein Küchensieb
einen Ausstecher – ich hab einen mit Auswerfer, das muss aber eigentlich nicht sein
einen Pinsel
Puderfarbe
ein Dresden-Tool
eine Matte, die etwas nachgibt, wenn die Blüte bearbeitet wird
etwas, worin die Blüte trocknen kann. Das geht mit so einem Styropor-Ding, wie ihr es auf dem Bild seht, aber ebensogut eignen sich Löffel oder ihr baut euch aus Alufolie einen Ring, in die die Blüte dann reinkommt. Wichtig ist, dass der Blüte irgendwie eine Form gegeben wird. 
und, wie immer, wenn man mit Fondant oder Blütenpaste arbeitet: Palmin

Zuerst fettet ihr eure Hände mit Palmin ein und knetet dann die Blütenpaste schön geschmeidig- wenn es beim Kneten in der Paste ein bisschen knackt, ist es genau richtig. Ausrollen und mit dem Ausstecher ausstechen. Das sieht dann bei meinem Ausstecher so aus: 

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(
intelligenterweise habe ich erst beim Bearbeiten der Fotos gemerkt, dass es nicht so wahnsinnig schlau war, die weiße Blüte auf weißem Untergrund zu fotografieren. Ich hoffe, ihr könnt trotzdem alles erkennen..)

Das Glänzen kommt vom Palmin, da hatte ich es wohl etwas zu gut gemeint. Aber der Glanz verschwindet beim Trocknen wieder. 
Dann kommt das Dresden-Tool zum Einsatz. Einfach mit der flachen Seite in jedes Blütenblatt ein wenig eindrücken.
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Danach mit der anderen Seite des Tools einfach ein paar “Striche” in die Blätter ziehen, das geht auch mit der Rückseite eines Messers z.B., damit man später eine Prägung sieht.
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Dann könnt ihr erst einmal einen Schluck Kaffee trinken und euer Werk begutachten. Jetzt erstmal in der Form trocknen lassen. Das geht bei Blütenpaste eigentlich relativ fix. 

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Dann brauchen wir noch ein “Innenleben” (nennt man das Blütenstempel?). Dazu ein erbsengroßes Stück Blütenpaste nehmen, zu einer Kugel formen und auf das Küchensieb drücken. 

Das sieht dann so aus: 

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Den Stempel könnt ihr mit etwas Wasser oder Zuckerkleber in die Mitte der Blüte kleben und dann mit etwas Puderfarbe bestäuben und schon ist eine schöne Margerite fertig: 

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Gar nicht so schwer, oder? Wenn noch Fragen sind, zögert nicht und hinterlasst einen Kommentar 🙂

Ich freu mich schon, wenn die Torte dann fertig ist (es wird eine Torte + Cupcakes geben) und ich euch davon Bilder zeigen kann. Ein bisschen dauert es aber noch 🙂 

Genießt das Wochenende und lasst es euch schmecken! 

Eure Krümelkönigin

Russischer Zupfkuchen op Kölsch

Alaaf ihr Jecken!

Heute beginnt in Köln der Straßenkarneval – bis vor einiger Zeit konnte ich als Immi (so nennt man die Zugezogenen) damit überhaupt nichts anfangen und bin über diese Zeit immer aus Köln geflohen. Mittlerweile wurde ich aber – dank des Mitessers – in die hohe Kultur des richtigen, kölschen Karnevals, fernab der typischen Touristenplätze, eingeführt und seitdem lege ich auch von selbst mal eine CD mit kölscher Musik ein, mache mir im November bereits Gedanken um ein Kostüm und kann mich sogar ein bisschen mit der ewigen Schunkelei anfreunden.
Heute geh ich allerdings noch nicht raus – für jeden Tag bis Aschermittwoch reicht die Begeisterung doch noch nicht aus, aber ich steigere mich von Jahr zu Jahr.. Seit der Wecker allerdings hier geklingelt hat, läuft schöne kölsche Musik. Unter dem Fenster haben sich ein paar Pänz (=Schüler Kinder) heute morgen bereits über ihre Kostüme ausgetauscht. Selbst die Hunde, die ausgeführt werden, sind ganz jeck und haben sich ihre schönste Verkleidung angezogen. Und weil der liebe Gott natürlich ne Kölsche ist (was auch sonst?), strahlt die Sonne heute mit roten Pappnasen um die Wette.
Was aber für einen solchen Tag backen? Berliner! – ruft da die kölsche Stimme in mir. Berliner? Aber das hast Du doch noch nie gemacht. Und ausserdem musst Du die ausbacken und das ist bestimmt eine riesige Sauerei. Und überhaupt, die magst Du doch eigentlich gar nicht so gerne. – sagt die Vernunft. In der Tat mag ich Berliner nicht. Ich mag nicht, wenn die Marmelade da herausläuft, und die Marmelade mag ich auch nur in kleinen Dosen auf Brot. Ich erinnere mich, dass mein Vater mal, als ich noch klein war, beim Bäcker unseres Vertrauens extra für mich Berliner “ohne” bestellt hat. Leider hatte der Bäcker scheinbar die Tüten verwechselt, denn als ich voller Freude auf nur Teig in den Berliner biss- was lugte da aus der Mitte heraus? Richtig, Marmelade. Seitdem habe ich keinen mehr gegessen. Also hat die Vernunft gesiegt und ich habe einen meiner Lieblingskuchen gebacken. Damit er aber ein bisschen kölsch wird, hab ich ihn mit dem Dom dekoriert. Der Dom und Köln, das ist ja auch eine nie endende Liebesgeschichte. Wenn der Kölner von einer Reise zurück nach Köln kommt, den Dom von der Autobahn aus sieht oder mit dem Zug über die Hohenzollernbrücke darauf zufährt – ja, dann ist er zu Haus und nicht selten wird dabei das eine oder andere Äuglein feucht. Es ist wirklich für einen Nicht-Kölner immer wieder faszinierend, mit was für einer Selbstverständlichkeit die Kölner ihre Stadt lieben und das kölsche Lebensgefühl leben. Eine kleine Geschichte noch, um das zu verdeutlichen und dann gibt es das Rezept: Als ich noch relativ frisch in Köln war, ging ich mal mit ein paar Freunden ins Müngersdorfer Stadion, weil da ein Deutschlandspiel war. Auf dem Weg zu unserem Eingang war eine riesige Menschentraube, alle fotografierten ein paar mittelalte Männer. Ich registrierte das, konnte mir aber keinen Reim drauf machen. Im Stadion dann saßen wir auf unseren Plätzen und wen sah man dann ein paar Minuten vor dem Anstoß auf dem Rasen? Genau, ebendiese Männer. Die spielten irgendwelche Musik und das ganze Stadion sang lauthals mit. Später las ich dann, dass das die Höhner (eine DER kölschen Bands) war und irgendjemand wurde in einem Zeitungsartikel zitiert mit: “In Köln musste nur die Höhner ein Lied spielen lassen und schon ist die Stimmung auf dem Höhepunkt.” Kann ich so unterstreichen (und wenn mir das jetzt noch einmal passieren sollte, dann würde ich sie zum einen erkennen und zum anderen könnte ich auch mitsingen ;)).

So, genug über Köln palavert, hier ist das Rezept für einen kölschen (russischen) (Zupf)Domkuchen:

Zunächst muss der Boden gebacken werden. Dazu braucht ihr für eine 28er Springform:
375 g Mehl
40 g Kakaopulver
1 Paket Backpulver
200 g Zucker
1 Paket Vanillezucker
1 Ei
200 g Margarine (oder weiche Butter)
und die obligatorische Prise Salz

Mehl mit Backpulver und Kakao mischen, dann alle anderen Zutaten dazu und zu einem Teig verrühren. Am besten zuerst mit einem Rührgerät und dann mit den Händen zu einer Kugel formen. Die wird dann in Frischhaltefolie gewickelt und darf sich für etwa 45 Minuten im Kühlschrank ausruhen. Während der Zeit kann schon die Form gefettet werden oder ihr legt einfach auf den Boden etwas Backpapier, das tut es auch.
Dann 2/3 des Teiges auf dem Boden und Rand verteilen, den Boden mit einer Gabel mehrfach einstechen und dann für 10 Minuten in den Ofen (bei 160 Grad Ober/Unterhitze). In der Zeit kann die Füllung vorbereitet werden:

750 g Quark
250 g Frischkäse
2 Eier
2 Pakete Vanillezucker
600 g Zucker (oder mehr, je nach Geschmack)
50 g Mehl
etwas Zitronensaft

Alles verrühren, abschmecken und je nach gusto noch Zitrone oder Zucker hinzutun und dann die Mischung auf den inzwischen gebackenen Boden verteilen.
Jetzt den restlichen Teig, den ihr vorher abgenommen habt, entweder einfach für einen normalen Zupfkuchen zerreißen und auf dem Kuchen verteilen, oder für die kölsche Version mehrere Dome (Döme?) ausstechen und hübsch drapieren. Hier sind eurer Fantasie natürlich keine Grenzen gesetzt, ihr könnt ja auch sonstige Motive ausstechen.
Dann kommt das ganze bei ebenfalls 160 Grad für eine gute Stunde in den Ofen. Achtet darauf, während der ersten halben Stunde die Ofentür nicht zu öffnen, sonst könnten Risse entstehen. Ich mache die Tür dann nach der Zeit immer erst ein Stückchen auf und lasse den ersten Schwall heiße Luft raus, bevor ich die Tür ganz aufmache.
Nach der Backzeit Stäbchenprobe nicht vergessen und evtl. noch länger backen.

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Der Kuchen hält sich gut mehrere Tage und ich finde, am zweiten Tag schmeckt er noch besser.

Viel Spaß beim Nachbacken und dreimol vun Hätze
Kölle Alaaf!

Eure Krümelkönigin

Reindling zum Geburtstag

Hallo liebe Backliebhaber,

lange war es etwas still hier, aber heute gibt es mal wieder was von mir. Und zwar mal einen ganz einfachen, aber superleckeren Kuchen. Den hab ich gestern als Geburtstagskuchen gebacken für eine Doppelgeburtstagsfeier. Da die Zeit nicht da war, um eine (oder gar zwei) aufwendige Fondanttorte zu basteln, habe ich mich kurzerhand dafür entschlossen, den beiden Geburtstagskindern einen meiner liebsten trockenen Kuchen ohne viel Schnickschnack zu backen. Den kann man nämlich auch super aus der Hand essen und das ist für eine Party auch immer eine gute Sache.
Hier kommt erstmal das original Kärtner Rezept für einen Reindling:

Aus
1 kg Mehl
100 g Butter
2 Eiern
1 Eigelb
3 EL Zucker
2 Pakete Trockenhefe (oder 40 g frische Hefe)
10 g Salz
und etwa 1/2- 3/4 l lauwarmer Milch

einen Hefeteig herstellen. Dazu das Mehl mit der Hefe vermischen und in die Mitte eine Mulde machen. Da hinein kommen die anderen Zutaten, dann alles mit den Knethaken zunächst auf schwacher Stufe, dann auf höchster zu einem glatten Teig verarbeiten. Ich hatte etwas zu viel Milch, deswegen hab ich dann noch etwas Mehl hineingetan, bis der Teig auch mit der Hand, ohne viel Kleberei, geknetet werden konnte. Als ich so vor mich hinknetete, fiel mein Blick auf die Pakete der Trockenhefe und was sehen meine Augen mit Entsetzen: Bereits über ein Jahr abgelaufen.. Nun ja, dachte ich, jetzt hab ich schon alles zusammengerührt, mal gucken, ob es trotzdem klappt. Schlecht wird da ja nichts, aber ob der Teig dann noch aufgeht?
Jedenfalls nach dem Kneten an einem warmen Ort mit einem feuchten Handtuch drüber gehen lassen. Ich stell die Schüssel immer bei 50 Grad in den Ofen, dann gehts schneller. Ich hab den Teig etwa eine halbe Stunde gehen lassen, dann einmal durchgeknetet und nochmal etwa 20 Minuten in den Ofen gestellt. Da hatte sich das Volumen dann sehr deutlich vergrößert.
Dann den Teig auf einer bemehlten Fläche zu einem Rechteck ausrollen und großzügig mit flüssiger Butter bestreichen.
Etwa 200 g Rosinen darauf verteilen und das ganze mit Zimt und Zucker bestreuen. Ruhig ordentlich Zimt nehmen! Dann das Rechteck von der langen Seite her aufrollen und das ganze schneckenförmig in eine gefettete Gugelhupfform legen. Wenn ihr mögt, könnt ihr auch noch die Form auszuckern, dann karamellisiert das ganze im Ofen und ihr habt eine schöne Zuckerkruste. Die Form dann bei Ober- Unter- Hitze etwa eine Stunde lang bei 180 Grad backen.
Leider ist der Kuchen nicht so richtig gleichmäßig aufgegangen, aber das war auch gar nicht schlimm, denn dann konnte ich die Kerzen viel besser hineinstellen.
Ihr könnt den Kuchen dann direkt aus der Form stürzen und etwas auskühlen lassen. Aber er schmeckt warm auch eigentlich am allerbesten 🙂
Leider hab ich es vergessen, ein Foto vom Anschnitt zu machen, aber er sieht auch nicht soo spektakulär von innen aus.

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Demnächst wird es hier auf dem Blog nicht nur Backwerke geben, sondern auch ein paar Nähanleitungen. Ich habe nämlich das nähen als mein neuestes Hobby entdeckt und werde euch demnächst die ersten Ergebnisse präsentieren. Auch wenn ich gerade noch ein blutiger Anfänger bin, hab ich trotzdem schon einige Sachen fertiggestellt. Es macht mir großen Spaß und es hat dem Backen gegenüber den Vorteil, dass man keinen Esser braucht bzw. selbst nicht zunimmt 😉

Lasst es euch aber erstmal schmecken!

Eure Krümelkönigin

Kuchen zum 60. Geburtstag

Hallihallo,

bevor ich in die große Weihnachtsbäckerei starte, zeige ich euch einen Kuchen, den ich zum 60. Geburtstag für meinen Patenonkel gemacht habe. Er fährt gern Motorrad und im Sommer durfte ich mal bei ihm mitfahren. Deswegen stand schnell fest, dass auf dem Geburtstagskuchen auf jeden Fall ein Motorrad sein muss.
Da ich ein bisschen unter Zeitdruck war beim Modellieren, hab ich keine Schritt-für-Schritt-Fotos gemacht, sondern nur eins vom kompletten Kuchen.
Es verbirgt sich unter dem Fondant ein Eierlikörkuchen, gefüllt mit Kirschmarmelade und umhüllt mit Schokoglasur- ich hatte blöderweise nicht daran gedacht, Sahne einzukaufen und bei dem Sturm wollte ich nicht nochmal raus, deswegen hab ich keine Ganache gemacht, sondern einfach die fertige Glasur drauf verteilt. Ging auch ganz gut, aber die Ecken waren trotzdem nicht ganz sauber. Aber naja. Ich bin ja auch noch Anfänger 😉
Als ich den Kuchen dann zu meinem Onkel transportiert habe, ist leider das Männchen auf dem Motorrad auseinandergefallen. Vor Ort habe ich es auch irgendwie nicht mehr zusammengeflickt bekommen, so dass ich es dann kurzerhand ganz runtergenommen habe.
Den Baum habe ich mit einer Nagelschere “beschnitten”, das ging ganz einfach und fix. Das nächste Mal mach ich ein paar Fotos, dann kann man es sich wohl besser vorstellen.

So, genug gequatscht, hier ist der fertige Kuchen vor dem Abtransport:

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Die Grundfarbe des Überzugs ist eigentlich grün, keine Ahnung, warum das auf dem Foto so blau aussieht..

Gleich werd ich mal den Ofen heizen, denn heute geht es los mit Kekse backen! Ich freu mich schon gar sehr, vor allem, weil ich in der elterlichen Küche backe und dort erstens sehr viel mehr Platz ist als bei mir und zweitens eine tolle Küchenmaschine herumsteht, die das Rühren für mich übernimmt, juhu! Was es für Kekse werden, bleibt noch geheim, aber ich werde berichten! 🙂

Bis dahin, lasst es euch schmecken!

Babyschühchen

Hallo ihr Lieben,

heute zeige ich euch schnell, zwischen Examensarbeit-Schreiberei und Lernerei für Erziehungswissenschaften, ein Paar Babyschühchen, die ich neulich abends mal aus Modellierfondant gefertigt habe. Da im Freundeskreis gerade mehrere Frauen mit wunderschönen großen Bäuchen herumlaufen, wollte ich schon mal für die Geburts-Torten rumprobieren. Das Gute an den Fondant-Figuren ist ja, dass sie nicht schlecht werden und man sie so wunderbar auf Vorrat anfertigen kann.
Ich bin bei der Anfertigung der Anleitung aus dem Motivtorten-Basics-Buch von Betty’s Sugar Dreams gefolgt. Dieses Buch kann ich allen Anfängern nur ans Herz legen! Die Figuren, die ich bisher nach den sehr detaillierten Schritt-für-Schritt-Anleitungen geformt habe, sind allesamt gut gelungen.
Jetzt aber genug palavert, hier seht ihr die wunderhübschen kleinen Schühchen:

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Das kniffeligste waren die Schnürbänder- ich habe sie wie bei einem echten Schuh eingefädelt. Dabei sind mir die Schnüre ab und zu gerissen.. Ich habe dann später in anderen Anleitungen gesehen, dass manche die Schnüre nur draufgelegt haben und nicht durchgezogen- den Unterschied hat man auch nicht wirklich gesehen. Nächstes Mal werde ich das auch probieren. Ansonsten bin ich aber wirklich sehr zufrieden.
Ich zeige euch dann natürlich irgendwann im nächsten Jahr das volle Ergebnis, wenn sie auf einer Torte landen 😉

Am nächsten Wochenende hat eine sehr gute Freundin Geburtstag und ich freue mich schon seit Monaten darauf, ihr eine Torte zu backen. Die werde ich euch natürlich am Sonntag zeigen, vorher geht es leider noch nicht, nicht, dass sie hier auf den Blog schaut, dann wäre ja die ganze Überraschung futsch. Sie weiß nämlich, dass sie einen Kuchen bekommt, aber nicht, was für einen, bzw. was drauf sein wird- und das macht sie ganz verrückt 😉
Eine Woche später hat auch schon mein Schwager Geburtstag, da habe ich noch keine richtige Idee, was er für einen Kuchen bekommt. Aber auch den werdet ihr natürlich zu sehen bekommen. Und ab Dezember (dann habe ich nämlich endlos Zeit) eröffne ich hier dann die Weihnachtsbäckerei und werde ganz viel ausprobieren. Hach, wie ich mich drauf freue!

Bis dahin,
lasst es euch schmecken!

Schwarzwälder Kirschtorte

Hallo ihr Lieben,

in meiner Mittagspause vom Examensarbeit-schreiben zeige ich euch heute eine Schwarzwälder Kirschtorte, die ich vor ein paar Wochen für meinen Papa gemacht habe- er liebt üppige Sahnetorten und besonders eine schöne Schwarzwälder. Bisher hatte ich für ihn noch gar nicht richtig gebacken und so habe ich mich ans Werk gemacht.
Ich habe zwei verschiedene Böden gebacken, der unterste ist ein Mürbeteig und die anderen beiden sind einfache Biskuit-Böden. Der Mürbeteig ist deshalb wichtig, damit alles etwas stabiler wird und unten nicht “durchsuppt”. Intelligenterweise habe ich vergessen, was ich für Rezepte genommen habe- aber es waren ganz einfache, die ich ergoogelt hatte. Deswegen kann ich euch leider kein Rezept geben, aber ihr findet sicher in den Weiten des Internets welche, die euch zusagen.
Die Böden habe ich schon einen Tag eher gebacken, dann sind sie für die Verarbeitung schön ausgekühlt und lassen sich auch besser schneiden. Wichtig ist aber, sie direkt, nachdem ihr sie aus dem Ofen genommen habt, mit Kirschwasser zu tränken, dann werden sie richtig schön saftig. Ich habe für solche Zwecke eine kleine Spritze, aber man kann natürlich auch einfach mit einem Löffel drüberträufeln.
So sahen dann die Böden aus:

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Für die Füllung dann vieeeel Sahne schlagen und erstmal beiseite stellen- und einfach gar nicht über die Kalorien nachdenken, dann schmeckt es auch viel besser später 😉
Ausserdem braucht ihr eine Kirschmasse; dazu Kirschen aus dem Glas mit etwas Kirschwasser und dem Sud aus dem Glas aufkochen, Speisestärke dazu und andicken lassen. Wichtig ist, die Stärke wirklich erst zu der aufgekochten Masse zu geben, sonst wirkt sie nicht.. Dann etwas abkühlen lassen und dann geht es ans Schichten: Boden, Kirschmasse, Sahne, Boden, Kirschmasse, Sahne.. Ganz oben auf den letzten Boden kommt dann am Schluss auch noch Sahne, aber mit der streicht ihr dann ja die ganze Torte ein.
So sieht es dann aus:

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Und dann kommt der schönste Teil: Alles schön mit Sahne einstreichen. Ich habe zu diesem Zweck eine große Palette genommen und einen Drehteller, der das gleichmäßige Streichen vieeeel einfacher macht. Habe doch länger überlegt, ob ich sowas brauche, aber ich spreche hiermit eine eindeutige Kaufempfehlung aus! Ich habe den vom Schweden genommen, ist eigentlich wohl ein Käseteller. Der ist auch viel günstiger als diese Teile aus den diversen Tortenshops, er dreht sich und darauf kommt es ja an..
Dann kommen noch Schokoraspel an den Rand- das ist doch eine ziemlich knifflige Aufgabe. Ich habe auch noch nicht so richtig eine Lösung dafür gefunden, wie das einfacher geht.. Habe irgendwann die Raspel auf das Backpapier getan, auf dem die Torte noch stand und dann hochgedrückt. Ideal war es auch nicht, aber etwas besser als jeden einzelnen Raspel an die Torte zu legen, war es schon 😉
Schlussendlich obendrauf ein paar Tupfen spritzen, in die Mitte auch noch Raspel und in jeden Tupfen eine Belegkirsche legen. Ich war unglaublich zufrieden mit meinem Endprodukt und auch mein Papa war ganz angetan und erstaunt, dass meine allererste Schwarzwälder so gut gelungen war.
Geschmeckt hat sie auch noch sehr lecker! Ist zwar nicht was für alle Tage, aber ich befürchte, ich werde sie jetzt doch öfter mal zu Hause backen (müssen).
Ein kleiner Tipp noch: Ruhig großzügig mit dem Kirschwasser sein! Ich war da eher vorsichtig, bzw. habe es genau nach Rezept dosiert, aber geschmeckt hat man es wirklich gar nicht. Im Nachhinein hätte ich sicher die 1,5- 2fache Menge nehmen können.

So sah dann das Endprodukt aus:

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Lasst es euch schmecken!
Eure Krümelkönigin

Blogger Charts

Hallo ihr Lieben,

heute komme ich mal mit etwas Herzhaftem daher: Als ich vor einiger Zeit auf Ninas wunderbarem Blog von ihrem neuen Blogger-Event las, war ich sofort Feuer und Flamme.

Foodblogger-Charts: Das Event!

Ein Gericht zu einem Musiktitel kreieren! Da wurde natürlich sofort das Radio angeschmissen, alte Playlists durchsucht und youtube lief nonstop.
Entschieden habe ich mich letztendlich für ein kölsches Lied von den Höhnern: “Blootwoosch, Kölsch un e lecker Mädche”, um meine nun bereits sieben Jahre andauernde Zeit hier in Köln zu feiern- ich hab mal gelesen, dass man nach sieben Jahren quasi eingebürgert sei, andererseits wird aber behauptet, echter Kölner sei man nur, wenn beide Elternteile auch schon Kölner sind.. Egal, ich feier einfach mal! 😉 Mittlerweile habe ich mich auch an die rheinische Art gewöhnt und mag auch den Karneval und natürlich die kölsche Musik sehr, sehr gerne. Teilweise bin ich sogar textsicherer als meine angeheiratete Kölner Familie.. Auch wenn die das bestreitet 😉

Das Lied war also gefunden und fast zeitgleich auch die Idee, ein (angeblich) typisch kölsches Gericht zu kochen: Himmel un Ääd (oder auch Ähd), für alle die es nicht kennen: Kartoffelbrei, Apfelmus und Blutwurst. Ab und zu gibt es noch Röstzwiebeln dazu. Den Namen hat das Gericht übrigens von den Äpfeln, die an den Bäumen wachsen (Himmel) und den Kartoffeln (Ääd= Erde).
Ich habe das Gericht etwas abgewandelt und es kam dann das dabei heraus:

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(Leider ist das Foto etwas unscharf, es musste die Handykamera herhalten, da die “richtige” keine Power mehr hatte, auch nur ein einziges Foto zu machen.. Und bis die wieder aktiv geworden wäre, wäre das Essen leider kalt geworden.. )

Ganz unten verbergen sich Kartoffelrösti. Hierzu einfach rohe Kartoffeln reiben, mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und in einer Pfanne mit Butter braten. Geht ganz fix und ist sehr, sehr lecker! Darüber befinden sich die Zwiebeln, ich habe rote genommen und karamellisiert, darauf ist ein Apfelchutney aus 2-3 Äpfeln, die mit einer Schalotte, etwas Honig und Zimt angebraten und dann mit einem Schuss Essig abgelöscht wurden und eine Weile vor sich hingeköchelt haben, und ganz oben thront die Blutwurst- in Scheiben geschnitten, leicht mehliert, sehr kurz von beiden Seiten angebraten. Wirklich nur sehr kurz, sonst gibt es Blutwurstbrei- schmeckt natürlich auch, sieht aber nicht so schön aus.
Dazu ein Kölsch, ein bisschen schunkeln (das ist ja quasi Kölner Volkssport), das Lied anhören und schon ist das kölsche Hätz glücklich 😉
Blootwoosch, Kölsch un e lecker Mädche,
dat bruch ene Kölsche, öm jlöcklich zo sin.
Blootwoosch, Kölsch un e lecker Mädche,
dat fings do nur he, en Kölle am Rhing.

Lasst es euch schmecken!

Eure Krümelkönigin

Rolling Stones- Kuchen

Ihr Lieben,

heute möchte ich euch quasi frisch aus der Küche einen Kuchen zeigen, den ich für einen Freund gebacken habe, der heute abend seinen Geburtstag feiert. Da er ein großer Rolling Stones- Fan ist, habe ich das aufgegriffen und versucht, die typische Zunge aus Fondant zu gestalten. Da ich nicht wirklich gut abzeichnen bzw. frei Hand zeichnen kann, habe ich ein Bild davon ausgedruckt, die einzelnen Teile ausgeschnitten und die dann auf den Fondant gelegt und mit einem Messer drumherum geschnitten. Die Buchstaben sind mit Hilfe von Ausstechern entstanden und der Rand unten ist aus einer roten Fondant”wurst” dekoriert.
Leider ist die Zunge etwas unsauber an den Rändern und es schimmert ein bisschen der Schokokuchen, der sich drunter verbirgt, unter dem weißen Fondant durch, da muss ich bei den nächsten Motivkuchen vielleicht doch etwas dicker ausrollen oder nochmal mit weißer Farbe drübergehen.
Ansonsten bin ich aber ganz zufrieden.

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Demnächst möchte ich mich an Rosen aus Blütenpaste versuchen- ich bin mal gespannt, wie das klappt. Nächstes Jahr darf ich nämlich meine erste Hochzeitstorte backen, da sollte ich langsam mal anfangen zu üben. Im Moment habe ich zwar nicht so große Lust, aber wenn der Herbst kommt und es abends zu Hause schön kuschelig ist, dann kommt der Elan bestimmt.

Lasst es euch schmecken!
Eure Krümelkönigin

Pull-apart-Cake, leicht abgewandelt

Hallo ihr Lieben,

gestern abend packte mich plötzlich die große Lust, etwas aus der neuen “Lecker bakery” nachzubacken. Während ich sie so durchblätterte und mir die jeweiligen Zutatenlisten durchlas, ergaben sich für mich zwei Möglichkeiten: Entweder noch schnell zum Laden fahren und fehlende Zutaten besorgen oder ein Rezept ein bisschen abwandeln. Da es immer noch ziemlich warm war, außerdem mein geliebtes Rädchen unter einem Plattfuß leidet und ich so zu Fuß hätte gehen müssen, war die Entscheidung sehr schnell gefallen. Ich liebäugelte mit dem Kuchen, der auf dem Titelblatt abgebildet ist und machte mich direkt ans Werk. Da ich keine Johannisbeerkonfitüre und auch keine frischen Johannisbeeren da hatte, habe ich einfach nur Erdbeermarmelade genommen und das ganze ohne frische Früchte obendrauf gemacht. Schmeckte trotzdem gut und mein Mitesser zeigte sich auch zufrieden. Was will man also mehr 😉
Hier das Rezept aus der aktuellen Lecker bakery von Seite 18/19:
500 g Mehl mit
50 g Zucker,
1 Päckchen Vanillezucker,
1 Päckchen Trockenhefe
und
1/2 TL Salz mischen.
50 g Butter schmelzen, dazu
150 ml warme Milch geben und alles mit der Mehlmischung vermengen.
Mit den Knethaken vom Mixer so lange bearbeiten, bis ein geschmeidiger Teig entsteht, ich hab ca. 10 Minuten geknetet.
Alles zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich der Teig verdoppelt hat (war bei mir im 40 Grad warmen Ofen ungefähr eine halbe bis dreiviertel Stunde, ich hab nicht so genau auf die Uhr geschaut…)

Dann eine Kastenform (30 cm lang wird angegeben, ich hab erst so eine genommen, danach aber dann nochmal in eine kleinere umgeschichtet) fetten. Den Teig noch einmal kurz mit etwas Mehl durchkneten, ausrollen und in 36 Quadrate schneiden – ich hab ehrlich gesagt gar keine Ahnung, wieviele ich hatte, hab mich ständig verzählt.. Aber ungefähr wirds schon hingekommen sein. Dann die Quadrate mit Konfitüre bestreichen – im Rezept sind 300 ml angegeben, ich hab weniger gebraucht. Dann die Teigquadrate senkrecht in die Form setzen- hierzu ist es hilfreich, die Form an eine Wand o.ä. zu lehnen, damit nicht ständig alles umkippt. Dann noch einmal 30 Minuten gehen lassen.

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Im vorgeheizten Backofen (150 Grad, Umluft) backen, vorher noch ein wenig Butterflocken drauf verteilen. Ich hab außerdem oben drüber noch ein bisschen Marmelade gestrichen. Wichtig: Die Form nicht auf einen Rost stellen, sondern auf jeden Fall Backpapier oder Alufolie drunterlegen, der Kuchen geht extrem auf und es kann sein, dass Butter oder Marmelade heruntertropft!

Im Rezept ist angegeben, dass der Kuchen etwa 30-40 Minuten backen soll, bei mir war er schon nach gut 25 Minuten fertig. Herausnehmen, abkühlen lassen und dann vorsichtig aus der Form lösen. Laut Rezept dann noch frische Beeren darauf verteilen und alles mit einem Guss aus Puderzucker (75 g) und 1-2 El Wasser bestreichen- darauf hab ich allerdings verzichtet, ich mag diese Art von Guss nicht so gerne und frische Beeren hatte ich ja nicht da. Allerdings finde ich, dass der Kuchen auch so hervorragend schmeckt, schnell fertig ist und außerdem mal ein Hingucker auf dem Kaffeetisch durch seine lustige Oberfläche. Etwas knifflig ist das Schichten, aber mit dem Tipp, die Form irgendwo anzulehnen, ist es eigentlich gar nicht so schwer.

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Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!
Eure Krümelkönigin

Meine liebsten Schoko-Cookies

Hallo ihr Lieben,

zum Einstieg in das Blogger-Dasein zeige ich euch heute mein Lieblings-Schoko-Cookies-Rezept, das ganz schnell und einfach gemacht ist. Ich liebe Cookies in jeder Form und für diese Schoko-Cookies habe ich immer alles im Hause und wenn sich spontan der Hunger einstellt oder Besuch ankündigt, sind sie in weniger als einer halben Stunde fertig, versprochen! Und als schöner Nebeneffekt legt sich ein zarter Cookie-Duft in eure Wohnung, für den alleine es sich schon lohnt, zu backen..
Aber los gehts, ihr braucht:
120 g Butter
250 g Zucker
1 Beutelchen Vanillezucker
3 EL Honig
3 Eier
Diese Zutaten mischt ihr zusammen, fügt dann noch
400 g Mehl
1,5 TL Backpulver
und 1 TL Salz hinzu.
So lange rühren, bis ein glatter Teig entsteht und zum Ende 150g Schokotropfen unterrühren- oder auch mehr, je nach Geschmack.

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Dann formt ihr kleine Kugeln (ich nehme immer etwa 1 EL Teig pro Kugel), setzt sie auf ein Backblech und drückt sie dann noch ein wenig platt. Genug Platz zwischen den Kugeln lassen, die gehen noch ordentlich auseinander!
Das Blech bei in den bei Ober/Unterhitze auf 160 Grad vorgeheizten Backofen schieben, etwa 15-20 Minuten warten und die Kekse herausholen. Lasst euch nicht davon verwirren, dass sie noch ein wenig weich sind, die härten noch etwas nach. Ich mag sie aber auch gerne, wenn sie noch ein wenig weich und warm sind und nicht soo knusprig.
Dazu eine schöne Tasse Kaffee, vielleicht ein Plätzchen im Grünen und schon ist der Tag wunderschön.

Lasst es euch schmecken!