Reindling zum Geburtstag

Hallo liebe Backliebhaber,

lange war es etwas still hier, aber heute gibt es mal wieder was von mir. Und zwar mal einen ganz einfachen, aber superleckeren Kuchen. Den hab ich gestern als Geburtstagskuchen gebacken für eine Doppelgeburtstagsfeier. Da die Zeit nicht da war, um eine (oder gar zwei) aufwendige Fondanttorte zu basteln, habe ich mich kurzerhand dafür entschlossen, den beiden Geburtstagskindern einen meiner liebsten trockenen Kuchen ohne viel Schnickschnack zu backen. Den kann man nämlich auch super aus der Hand essen und das ist für eine Party auch immer eine gute Sache.
Hier kommt erstmal das original Kärtner Rezept für einen Reindling:

Aus
1 kg Mehl
100 g Butter
2 Eiern
1 Eigelb
3 EL Zucker
2 Pakete Trockenhefe (oder 40 g frische Hefe)
10 g Salz
und etwa 1/2- 3/4 l lauwarmer Milch

einen Hefeteig herstellen. Dazu das Mehl mit der Hefe vermischen und in die Mitte eine Mulde machen. Da hinein kommen die anderen Zutaten, dann alles mit den Knethaken zunächst auf schwacher Stufe, dann auf höchster zu einem glatten Teig verarbeiten. Ich hatte etwas zu viel Milch, deswegen hab ich dann noch etwas Mehl hineingetan, bis der Teig auch mit der Hand, ohne viel Kleberei, geknetet werden konnte. Als ich so vor mich hinknetete, fiel mein Blick auf die Pakete der Trockenhefe und was sehen meine Augen mit Entsetzen: Bereits über ein Jahr abgelaufen.. Nun ja, dachte ich, jetzt hab ich schon alles zusammengerührt, mal gucken, ob es trotzdem klappt. Schlecht wird da ja nichts, aber ob der Teig dann noch aufgeht?
Jedenfalls nach dem Kneten an einem warmen Ort mit einem feuchten Handtuch drüber gehen lassen. Ich stell die Schüssel immer bei 50 Grad in den Ofen, dann gehts schneller. Ich hab den Teig etwa eine halbe Stunde gehen lassen, dann einmal durchgeknetet und nochmal etwa 20 Minuten in den Ofen gestellt. Da hatte sich das Volumen dann sehr deutlich vergrößert.
Dann den Teig auf einer bemehlten Fläche zu einem Rechteck ausrollen und großzügig mit flüssiger Butter bestreichen.
Etwa 200 g Rosinen darauf verteilen und das ganze mit Zimt und Zucker bestreuen. Ruhig ordentlich Zimt nehmen! Dann das Rechteck von der langen Seite her aufrollen und das ganze schneckenförmig in eine gefettete Gugelhupfform legen. Wenn ihr mögt, könnt ihr auch noch die Form auszuckern, dann karamellisiert das ganze im Ofen und ihr habt eine schöne Zuckerkruste. Die Form dann bei Ober- Unter- Hitze etwa eine Stunde lang bei 180 Grad backen.
Leider ist der Kuchen nicht so richtig gleichmäßig aufgegangen, aber das war auch gar nicht schlimm, denn dann konnte ich die Kerzen viel besser hineinstellen.
Ihr könnt den Kuchen dann direkt aus der Form stürzen und etwas auskühlen lassen. Aber er schmeckt warm auch eigentlich am allerbesten 🙂
Leider hab ich es vergessen, ein Foto vom Anschnitt zu machen, aber er sieht auch nicht soo spektakulär von innen aus.

20140215-175026.jpg

Demnächst wird es hier auf dem Blog nicht nur Backwerke geben, sondern auch ein paar Nähanleitungen. Ich habe nämlich das nähen als mein neuestes Hobby entdeckt und werde euch demnächst die ersten Ergebnisse präsentieren. Auch wenn ich gerade noch ein blutiger Anfänger bin, hab ich trotzdem schon einige Sachen fertiggestellt. Es macht mir großen Spaß und es hat dem Backen gegenüber den Vorteil, dass man keinen Esser braucht bzw. selbst nicht zunimmt 😉

Lasst es euch aber erstmal schmecken!

Eure Krümelkönigin